Oden an Annersberg



Annersberger Stoltz und Stärcke

Wer trotz Not an Brot und Beutel,
trotz des Kopfes dumpfer Leere
sich ergötzt am Hier und Heute,
dem gebühret Rum und Ähre.

Johann Friedrich Fichtendorff, 1826 – 1852



Nor wegen dir

Uh, Heimatbuden, Mottererd'
Vun Floss ond Strum omspöhlet
Wu sich nicht nor der eigne Herd
su wondervull anföhlet
Uh, do mein Lebenswerk
Do uh mein Annersberg
Nor wegen dir
Bin ich nuch hier.

Johann Friedrich Fichtendorff aus dem poetischen Almanach "In oferlusem Öberfloss - Wonder der Annersberger Mondart", Annersberg 1850.



Gruß an die Willich

Nicht welschen Wassers Flüsse,
Ihr Brausen nicht und ihr Getos
Du Bächlein bist es, das ich grüße
Dir einst ich anvertraut mein Los

Im Abendschein oft komm ich her
An deinem Ufer denk ganz still ich
Zum Abschied noch, wo komm ich her?
Wo geh’ ich hin? Zu dir, oh Willich!

Johann Friedrich Fichtendorff aus dem Band „Wasser, lass! Meditationen über die Willich”, Annersberg 1848.



Ach, Annersberg

Des Menschen Seel bleibt unerfüllt,
Sein Leib und Leben unerquicklich
Solang er nicht dem Aug’ enthüllt
Das holde Annersberg, so glücklich’!

Johann Friedrich Fichtendorff aus dem Band „Oden an Annersberg – ein Reigen deutscher Lieder”, Annersberg 1849.




Claras Balkon

Dir, holdestem aller Balkone,
Der meiner Liebsten wurd’ zum Throne,
Der mich um Ruh und Schlaf gebracht.
Dir widme ich mein Werk der Nacht

Johann Friedrich Fichtendorff aus dem Band „Herzlicht mein; Elegien für Clara Vahl – Spuren einer unerwiderten Liebe”, Annersberg 1851.




Der Seele Labsal

Es heilt das Leid des Lebens mir,
Wenn ich zwei Humpen Bier stemme,
dazu drei Scheiben Borstentier
Und Annersberger Schmiermemme

Johann Friedrich Fichtendorff aus dem Band „Herzlicht mein; Elegien für Clara Vahl – Spuren einer unerwiderten Liebe”, Annersberg 1851.




Gästebuch

Gleich Grüße da lassen
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